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Die Magd und der Zwerg

Auf der großen Wiese, die früher neben der Cyriakskirche lag, soll einst ein großer Weihkessel gestanden haben. Einer armen Dienstmagd, die sich einmal auf diese Wiese gesetzt hatte, begegnete dort ein Zwerg, der mit ihr ein freundliches Gespräch anknüpfte. Beim Abschied gab er dem Mädchen einen Sechser und sagte, daß es nun jeden Tag hier einen Sechser erhalten werde. Es müsse aber unbedingt über die Herkunft des Geldes schweigen.
Das Mädchen freute sich sehr und kam nun jeden Tag zu dem Platz, um tatsächlich, wie es der Zwerg versprochen hatte, dort einen Sechser vorzufinden. So sammelte sich in dem kleinen Schatz der Dienstmagd Sechser um Sechser. Es dauerte gar nicht lange, bis sich das Mädchen den Herzenswunsch erfüllen konnte, ein schönes Kleid und einen schon lange begehrten Ring zu kaufen.
Die Bekannten und Nachbarn des Mädchens staunten nicht schlecht, als sie die arme Dienstmagd mit dem neuen Kleid und dem Ring erblickten. Sie fragten so lange, bis das Mädchen schließlich die Herkunft des Geldes verriet.
Ohne große Gewissensbisse kam die Magd, auch nachdem sie ihr Geheimnis verraten hatte, wieder zur Cyriakskirche. Doch diesmal lag kein Sechser für sie bereit. Stattdessen traf sie ein tödlicher Schlag.