SV Eintracht Camburg

Camburg Nord

 

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Portrait

 

Der wohl traditionsreichste Fussballverein Thüringens ist der FC Carl Zeiss Jena. Doch liegen die erfolgreichen Zeiten schon einige Jahre zurück. Seit der Wiedervereinigung tut sich der Club schwer, Fuß  zu fassen und findet sich nach einigen Jahren in der zweiten Bundesliga nun nur noch in der 3. Liga.

 

Seinen Anfang nimmt alles im Mai 1903, als sich einige Arbeiter der Firma Carl-Zeiss - Namensgeber des Clubs - zum Fussballspielen treffen. In der Gauliga Thüringen bzw. Gauliga Mitte ist der FC bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges fast ohne ernsthafte Konkurrenz - unzählige Male werden die Jenaer Gaumeister und haben mehrere Nationspieler in ihren Reihen.

 

Nach dem Krieg gilt es, sich im DDR-Fussball einen Namen zu machen. 1951 steigt Carl Zeiss in die Oberliga, die höchste Spielklasse der Republik, auf. Im gleichen Jahr schießt die DDR auch ihr erstes Länderspieltor. Genau genommen ist es ein Jenaer, der sich in den Geschichtsbüchern verewigt. Carl Schnieke trifft beim 1:3 gegen Rumänien. Nachdem man noch einmal absteigt, entwickelt man sich nach dem neuerlichen Aufstieg 1956 zu einer echten Größe im ostdeutschen Fußballsport - beginnend mit dem Titel des Pokalsiegers, den man sich 1960 im Finale gegen den SC Empor Rostock holt.

 

Auch international macht der FC bald von sich reden . 1962 wird man im Europa-Cup erst im Halbfinale von Athletico Madrid gestoppt. Zum Hinspiel dieses Vergleichs pilgern so viele Jenaer wie nie zuvor auf das "Ernst-Abbe-Sportfeld" ; 27500 . Trotz aller Unterstützung unterliegt Jena mit 0:1. Dafür klappt es im Jahr darauf mit der ersten nationalen Meisterschaft.

 

Die Schziger und Siebziger Jahre sind geprägt vom Kampf um die Vorherrschaft im DDR-Fußball. Dynamo Dresden, Vorwärts Berlin und der 1.FC Magdeburg sind die ärgsten Widersacher, die den Jenaern oft nur den zweiten Platz lassen. Neunmal muss der FC nur einer anderen Elf den Vortritt lassen, neunmal wird der FC also Vizemeister; hinzukommen fünf dritte Plätze in der Oberliga sowie drei verlorene Pokalfinals.

 

Doch sind die Jenaer kein "ewiger Zweiter" . 1963, 1968 und 1970 werden sie Meister, nach dem ersten Erfolg im Pokal 1960, halten die Blau-Gelben auch 1972,1974 und 1980 den Pokal in den Händen. In der ewigen Oberliga-Tabelle steht Jena sogar ganz oben.

 

1981 hat man dann sogar eine Hand am Europapokal. Im Finale verlieren die Männer aus der Saale-Stadt gegen Dynamo Tiflis. Auf dem Weg ins Endspiel hatte man einige unvergessene Partien absolviert und mit dem AS Rom, dem FC Valencia sowie Benfica Lissabon fast die komplette südeuropäische Elite ausgeschaltet. Insgesamt bringt es Carl Zeiss Jena auf 87 "Tänze" auf internationalen Parkett.

 

Weitere große Erfolge bleiben in den achtziger Jahren allerdings aus. So verwundert es auch nicht, dass der Club 1991 froh ist, mit einem Sieg am letzten Oberliga-Spieltag gegen Energie Cottbus die Qualifikation für die zweite - gesamtdeutsche - Bundesliga geschafft zu haben.

 

In den ersten beiden Jahren sieht es so aus, als sei Jena hier gut aufgehoben. Plätze im oberen Tabellendrittel belegen dies. 1993/94 steigen die Jenaer jedoch in die Regionalliga ab. Dem direkten Wiederaufstieg lassen die Blau-Gelben erneut ein dreijähriges Gastspiel in der zweithöchsten deutschen Klasse folgen . Der Abstieg 1998 ist der Anfang vom Ende, denn nach mehreren Jahren Regionalliga geht es 2001 sogar hinab in die Oberliga. 4 Jahre später folgte dann der erneute Aufstieg, schon ein weiteres Jahr darauf der Einzug in die 3. Liga.